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About... Stefan

Man nennt mich Stefan, ich bin in Köln geboren, und seit nunmehr 18 Jahren beschreite ich zusammen mit meiner Seelenpartnerin Xiaoli meinen Lebensweg.

Aufgewachsen bin ich in einem behüteten und leistungsorientierten Elternhaus. Von Kindheit an musste ich mir nicht viel erkämpfen. Es gab nie wirkliche Probleme, große Hürden zu überwinden oder Leid durch das ich gehen musste, um etwas Bestimmtes zu erreichen – jedenfalls nicht, was ich bewusst wahrgenommen hätte. Ich war beliebt bei meinen Freunden und als erstgeborener Sohn der ganze Stolz meiner Familie. Wünsche wurden mir oft von den Lippen abgelesen und ich wurde für meine guten Leistungen in der Schule bewundert und anerkannt. 

Nahm die Bewunderung oder Anerkennung für eine Sache ab, dann verlor ich auch schnell das Interesse daran und suchte mir mit hohem Engagement etwas Neues – Hauptsache ich fand schnell eine Kompensation für die verlorengegangene Anerkennung.

Mit dieser Einstellung wandelte ich durchs Leben. Als „Einser Schüler“ in der Grundschule, als mittelmäßiger Schüler auf dem Gymnasium, als Zivildienstleistender im Krankenhaus und schließlich als Student der Betriebswirtschaftslehre. Während des Studiums hatte ich verschiedene Praktika absolviert und fand nach dem Studium eine unbefristete Anstellung als Trainee im Finanzbereich.

 

Mit 28 Jahren gab ich auf meinem ersten Job auch direkt so richtig Gas und arbeitete hochmotiviert (heute würde ich sagen übermotiviert) an meiner Karriere. Ich fand sehr schnell das Lob und die Anerkennung die ich suchte und brauchte – das war mein Benzin, mein Antrieb. Es zählte nur eins für mich: so schnell wie möglich die Karriereleiter nach oben – und dafür opferte ich meine Freizeit und auch die Wochenenden. Drei Jahre lang war ich rund um die Uhr 100% mit meinen Gedanken bei der Arbeit und wollte immer mehr … mehr Anerkennung. Ich konnte zu dieser Zeit nicht erfassen, welcher destruktiven mentalen Belastung ich mich aussetzte – es zählte für mich nur eins: ich bin der Leistungsträger Nummer 1 und ohne mich läuft es hier nicht rund.

Bis ich eines Sonntagmorgens mit einem komischen Gefühl aufwachte. Ich hatte ein schweres, beklemmendes Gefühl in meiner Brust. Was war das bloß für ein Gefühl, ich kannte es? Es war ein Angstgefühl – ich hatte Angst und wusste nur eins: so kannst Du nicht zu Arbeit gehen.

Heute

Mein Burn-Out ist nunmehr 10 Jahre her und es entwickelten sich depressive Episoden, Angst- und Anpassungsstörungen daraus. Und dennoch war es das Beste, was mir mit Anfang 30 passieren konnte, denn mein eigentliches Leben, die Reise nach dem Sinn, wer ich wirklich bin und warum ich auf dieser Welt bin, begann erst jetzt. 

Heute bin ich 39 Jahre und nach einer längeren Auszeit wieder zurück im Unternehmen. Ich arbeite zurzeit 3 Tage in der Woche und absolviere parallel zur Arbeit eine Ausbildung zum Mental- und Achtsamkeitstrainer.

Was und wen möchte ich mit meinem Blog erreichen?

Ich möchte gerne nochmal mit Euch gemeinsam in den Bus steigen und mich auf die Reise begeben. Eine Reise nach dem Sinn des Lebens. Ich möchte helfen, aufklären und sensibilisieren – ich möchte Euer Spiegel sein und Euch auf Eurem Weg der Transformation, der Suche nach Euch selbst unterstützen. Ich möchte Raum für einen zwanglosen Austausch schaffen und Euch sowohl an Episoden aus meinem vergangenen als auch an meinem derzeitigen Leben teilhaben lassen. 

Aber schnallt Euch an, denn es könnte holprig werden, es ist eine Reise durch Höhen und Tiefen, durch Dunkelheit und Licht, durch viel Leid und auch viel Freude – aber es lohnt sich, denn es ist eine Reise durch das Leben selbst. Seid ihr bereit?